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«Nichts für den Roulettetisch»

Seit die Regionalkonferenz Südranden sich 2011 mit beinahe 100 Delegierten konstituierte, hat sie sich intensiv mit den komplexen Fragen rund um die Endlagersuche auseinandergesetzt. Mit der 15. Vollversammlung hat die Organisation am Mittwochabend nun einen Schlussstrich gezogen. Rund 70 Delegierte sind der letzten Einladung ins Neuhauser SIG-Hus gefolgt. Sie schlossen sich einstimmig den Anträgen der Leitungsgruppe an. Bedeutend war dabei die Stellungnahme zur 2. Etappe der Standortsuche, die mit der Rückstellung des Südrandens endete. Der Bericht wertet die geologischen Nachteile des Südrandens als eindeutig und nachvollziehbar, und stimmt deshalb dieser Zurückstellung zu. Andere Vorbehalte an der Nachvollziehbarkeit des Einengungsvorschlags der Nagra werden bekräftigt und der Kanton Schaffhausen wird gebeten, offene Fragen weiter vertieft zu prüfen. Diesen Schlussfolgerungen folgten die Delegierten einstimmig und ermächtigten die Leitungsgruppe, die Empfehlungen zuhanden der Gemeinden gegebenenfalls anzupassen.

«Kein Schlusswort»

Mit kurzen Ansprachen würdigten verschiedene Akteure im Prozess die Leistungen aller Beteiligten der Regionalkonferenz während beinahe vier Jahren. Darin mischten sich aber auch immer wieder kritische Hinweise zur Zukunft der Endlagersuche. Ausdrücklich als «kein Schlusswort» bezeichnete Michael Aebersold vom Bundesamt für Energie (BFE) sein Votum. An diesem Abend sei zwar ein Kapitel abgeschlossen, das Thema werde die Bevölkerung jedoch weiter bewegen. Er erinnerte an schwierige Situationen, in denen das Vertrauen in den Prozess Schaden genommen habe. «Wenn eine Korrektur nötig ist, werden diese ? koste was es wolle ? vorgenommen», versicherte er mit Blick nach vorne.

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Er verteidigte zudem den Entscheid, die Regionalkonferenz aufzulösen: «Die Leistungsvereinbarung mit dem BFE sieht diesen Schritt vor». Für die Zukunft gelte es, die Erfahrung weiter bei Zürich Nordost einzubringen. Nicht ohne Ironie fasste Rawyler in Erinnerung an einen Dokumentarfilm, den die Regionalkonferenz einmal thematisierte, die geleistete Arbeit zusammen: «Wir haben ein Stück der zurückgelegt».

Info-Abende in Neuhausen und Beringen

In den nächsten Monaten ist es nun an der Fachgruppe OFA, alle fünf vorliegenden Vorschläge nach einheitlichen Kriterien zu bewerten und der Regionalkonferenz einen Bericht vorzulegen. Ein erster Zwischenbericht ist anfangs Juli 2013 zu erwarten, der Abschlussbericht kann möglicherweise an der Vollversammlung vom 26. September 2013 verabschiedet werden. Die Nagra erhielt am Dienstag zusätzlich den Auftrag, für beide neuen Standortvorschläge Varianten für die Erschliessung mit der Bahn und auf der Strasse vorzulegen.

Wie schon bei den ersten, im Januar 2012 vorgestellten Nagra-Vorschlägen wird auch jetzt die Bevölkerung an einer Informationsveranstaltung orientiert. Während der ersten Maiwochen sind entsprechende Anlässe in Neuhausen sowie in Beringen oder Guntmadingen geplant.

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Die Leitungsgruppe

Die Regionalkonferenz Südranden zählte 2015 beinahe 100 Mitglieder aus den Kantonen Schaffhausen, Zürich und Thurgau sowie den deutschen Grenzgemeinden.

Alle 42 Gemeinden im Planungsperimeter konnten eine/n Delegierte/n stellen. Zudem engagierten sich Mitglieder von Organisationen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft sowie Einzelpersonen an der Regionalkonferenz.

Die Delegierten

Das Leitungsgruppe der Regionalkonferenz Südranden wurde erstmals an der Gründungsversammlung am 5. November 2011 von den Delegierten der Vollversammlung gewählt.

Nach der Rückstellung der Region Südranden durch die Nagra wurde die Regionalkonferenz und die Leitungsgruppe im Herbst 2015 aufgelöst.

Als Ansprechperson bleibt der Präsident der Regionalkonferenz, Dr. Stephan Rawyler, für Fragen erreichbar.